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Projekt TV-World

Fernsehen ist Vergessen, Fotografieren ist Erinnern. Das Fernsehen traut seinem Innersten nicht: dem Bild. Bewegte Bilder, die nicht bewegen. Sekundenschnitte, Standpunktwechsel und schwebende Kameras bei Interviews liegen im Trend.

Die Videoclips der Musiksender haben die TV-Bildmaschine (und auch das Kino) beschleunigt - ohne letztlich mehr zeigen zu können. In Kinofilmen der 50er und 60er Jahre gab es längere Sequenzen ohne Positionswechsel der Kamera. Man konnte Bilder sehen, und die Handlung entwickelte sich im Raum.

Heute gaukelt die schnelle Bildabfolge eine Handlung vor. Das Medium, das einen Ausschnitt der Realität vermitteln will und früher tatsächlich ein „Stück Welt in die Stube holte", produziert Realitätsverlust. Das Gefühl für die gegenseitige Abhängigkeit von Raum und Zeit geht verloren. Ich schaue als TV-Konsument hin, nehme Impulse bis zur Reizüberflutung wahr - und kann doch nichts sehen.

Jeden Tag das gleiche Ritual: Es sind flimmernde Farbpunkte in der Sendenorm PAL im Bildschirmverhältnis 4 : 3 bei 625 Bildzeilen. Friert man die Bildpunkte ein, so verliert man sich im Rhythmus der Unschärfe des Farbwisches.

 

Siehe auch PROJEKT_1:1

Der Nagellack go crazy

„Du Kiffersau, geh’ arbeiten!“

 

 

 

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T O Y C A M E R A     P H O T O G R A P H Y     N E W     L I N K S     G U E S T B O O K     E N G L I S H     F A K T E N     P R E S S E     D A T E N     H O M E